Ratgeber

Was tun im Todesfall? Ein Leitfaden für die ersten Stunden

Denise Gerhard3 Min. Lesezeit

Was tun nach einem Todesfall? Unser Leitfaden für die ersten Stunden — vom Totenschein über das Bestattungsinstitut bis zu den nötigen Unterlagen. Ruhig, klar, Schritt für Schritt.

Der Tod eines nahestehenden Menschen ist ein Moment, auf den man sich kaum vorbereiten kann. Selbst wenn er absehbar war, fühlt sich die Situation oft überwältigend an. Neben der Trauer tauchen plötzlich viele Fragen auf: Was muss ich jetzt tun? Wen muss ich informieren? Und was kann warten?

Zunächst ist es wichtig zu wissen: Sie müssen nicht alles sofort regeln. In den ersten Momenten gibt es keinen Grund zur Eile. Wenn der Todesfall zu Hause eingetreten ist, dürfen Sie sich Zeit nehmen, um Abschied zu nehmen. Viele Angehörige empfinden diesen ruhigen, bewussten Moment später als wertvoll und tröstlich.

Den Tod offiziell feststellen lassen

Damit die nächsten Schritte eingeleitet werden können, muss ein Arzt den Tod offiziell feststellen. Ist die Person zu Hause verstorben, sollten Sie den Hausarzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst kontaktieren. In einem Krankenhaus oder Pflegeheim wird dies in der Regel automatisch vom Personal übernommen. Der Arzt stellt anschließend den Totenschein aus, der für alle weiteren Formalitäten benötigt wird.

Ein Bestattungsinstitut kontaktieren

Sobald dies geschehen ist, können Sie ein Bestattungsinstitut kontaktieren. Ein seriöses und modernes Bestattungshaus ist rund um die Uhr erreichbar und begleitet Sie Schritt für Schritt durch die nächsten Tage. Dabei geht es nicht nur um organisatorische Abläufe, sondern auch darum, Ihnen in einer emotional belastenden Situation Sicherheit zu geben. Viele Aufgaben – von der Überführung bis hin zu Behördengängen – werden Ihnen abgenommen.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Im weiteren Verlauf werden einige Unterlagen benötigt, etwa der Personalausweis, die Geburtsurkunde oder – falls vorhanden – die Heiratsurkunde der verstorbenen Person. Auch Unterlagen zur Krankenversicherung oder Rente können wichtig sein. Es ist jedoch kein Problem, wenn nicht alles sofort griffbereit ist. Ein gutes Bestattungshaus unterstützt Sie dabei, fehlende Dokumente zu beschaffen.

Angehörige und nahestehende Personen informieren

Parallel dazu ist es sinnvoll, enge Angehörige, Freunde oder wichtige Bezugspersonen zu informieren. Auch hier gilt: Sie müssen das nicht allein tun. Oft ist es hilfreich, diese Aufgabe auf mehrere Personen zu verteilen.

Erste Entscheidungen – ohne Zeitdruck

In den darauffolgenden Stunden und Tagen stehen erste Entscheidungen an, etwa zur Bestattungsart oder zur Gestaltung der Trauerfeier. Diese Entscheidungen müssen jedoch nicht unter Zeitdruck getroffen werden. Es ist vollkommen in Ordnung, sich Zeit zu nehmen und sich beraten zu lassen. Ein einfühlsamer Begleiter wird Ihnen die Möglichkeiten erklären und gemeinsam mit Ihnen einen Weg finden, der zu Ihnen und der verstorbenen Person passt.

Wie viel Zeit bleibt – und was kostet eine Bestattung?

Viele Menschen fragen sich in dieser Situation auch, wie viel Zeit für die Organisation einer Bestattung bleibt oder welche Kosten entstehen. Die gesetzlichen Fristen geben in der Regel ausreichend Raum für eine würdevolle Planung. Und auch bei den Kosten gilt: Transparenz und eine offene Beratung sind entscheidend. Scheuen Sie sich nicht, Fragen zu stellen.

Sie müssen diesen Weg nicht allein gehen

Ein Todesfall bringt immer eine Ausnahmesituation mit sich – organisatorisch wie emotional. Umso wichtiger ist es, Unterstützung anzunehmen. Sie müssen diesen Weg nicht allein gehen.

Die ersten Stunden nach einem Verlust sind oft von Unsicherheit geprägt. Doch mit ein wenig Orientierung und der richtigen Begleitung lässt sich Schritt für Schritt wieder etwas Halt finden. Und genau dafür sind wir da: um Sie in dieser besonderen Zeit zu unterstützen – verlässlich, respektvoll und mit dem nötigen Feingefühl.

Im Trauerfall sind wir 24 Stunden für Sie erreichbar →

Häufige Fragen

Was Angehörige am häufigsten fragen

Wie schnell muss ich einen Bestatter informieren?
Es besteht kein unmittelbarer Zeitdruck. Wichtig ist zunächst, dass ein Arzt den Tod offiziell feststellt und den Totenschein ausstellt. Anschließend können Sie in Ruhe ein Bestattungsinstitut kontaktieren. Wir sind 24 Stunden täglich erreichbar und begleiten Sie ab diesem Moment durch alle weiteren Schritte.
Wer stellt den Totenschein aus?
Den Totenschein stellt ein Arzt aus. Bei einem Todesfall zu Hause ist das in der Regel der Hausarzt oder der ärztliche Bereitschaftsdienst. In Krankenhäusern und Pflegeheimen übernimmt das medizinische Personal diese Aufgabe automatisch.
Welche Unterlagen werden bei einem Todesfall benötigt?
Benötigt werden unter anderem der Personalausweis, die Geburtsurkunde sowie – falls vorhanden – die Heiratsurkunde der verstorbenen Person. Auch Unterlagen zur Krankenversicherung und Rente sind wichtig. Falls Dokumente fehlen, unterstützen wir Sie bei der Beschaffung.
Wie viel Zeit habe ich für die Organisation einer Bestattung?
Die gesetzlichen Fristen in Niedersachsen geben in der Regel ausreichend Raum für eine würdevolle Planung. In den meisten Fällen muss eine Erdbestattung innerhalb von acht Tagen nach dem Todesfall erfolgen. Eine Einäscherung kann etwas mehr Zeit beanspruchen. Genaue Fristen besprechen wir individuell mit Ihnen.
Was kostet eine Bestattung?
Die Kosten einer Bestattung hängen von der gewählten Bestattungsart, der Gestaltung der Trauerfeier und individuellen Wünschen ab. Wir legen Wert auf vollständige Transparenz und besprechen alle Positionen offen mit Ihnen. Vereinbaren Sie gerne ein unverbindliches Beratungsgespräch.

Geschrieben von

Denise Gerhard

Inhaberin · Bestattungen Bierbrauer